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2014.02.05
Verschiedenes

ÖBV-Länderkonferenz 2014

ÖBV-Länderkonferenz 2014
ÖBV-Präsident Harald Starl gemeinsam mit Neudörfls Bürgermeister Dieter Posch, der Präsidentin der Burgenländischen Badminton Verbands Annamaria Habeler und dem Vorsitzenden der Länderkonferenz Joachim Bergner (v.l.n.r.)

Am Rande der Österreichischen Staatsmeisterschaften 2014 fand am Samstagvormittag im Tennis & Freizeitzentrum Neudörfl die diesjährige Länderkonferenz statt.
Die Präsidentinnen und Präsidenten der ÖBV-Landesverbände treffen sich regelmäßig zu Beginn des Jahres, um bei ihrer Konferenz die Berichte zum vergangenen Jahr entgegenzunehmen sowie die Vorhaben im bevorstehenden Jahr per Beschluss zu fixieren. So auch am 1. Februar 2014. Es gab eine ungewöhnliche Einstimmung auf die Konferenz, deren Auswirkung für die weitere Gestaltung und Entwicklung des ÖBV nicht unbedeutend sein dürfte. Constantin Sintschnig kennt man ggf. als Badmintonspieler aus Klagenfurt. Hier jedoch präsentierte er gemeinsam mit Tobias Friesenbichler, beide sind Studenten der Uni Wien, eine Forschungsarbeit zum Thema „The Implications of Different Identities on the Strategy of a National Sports Organization“. In Ihrer Arbeit geht es um die Erstellung einer Analyse zur Identifikation von ÖBV-Mitgliedern verschiedener Bereiche (u.a. Trainer/Funktionäre/Breitensportler/Nationalkader/…) mit der Organisation „ÖBV“. Sind die strategischen Ziele des ÖBV bekannt? Werden diese von den Landesverbänden und Vereinen aufgegriffen? Identifiziert man sich mit den ÖBV-Zielen und den daraus entstehenden Maßnahmen und Aufgaben?
Die hierbei zusammengetragenen Erkenntnisse und Empfehlungen wurden mit großem Interesse aufgenommen und spielten, so wie geplant und auch erwartet, bei den abzuhandelnden Tagesordnungspunkten eine nicht unbedeutende Rolle.

Die Länderkonferenz fasste u.a. zu nachfolgenden Themen Beschlüsse:

Das ÖBV- Ranglistensystems ist noch immer ein Dauerthema. Kein Wunder, es ist sehr komplex und kompliziert. Immer und immer wieder steht die Vision die Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmer/-innen, der Ausrichter sowie des ÖBV in Einklang zu kriegen. Die LK hat die RL-Arbeitsgruppe einstimmig beauftragt im Sinne der, von ihr eingereichten Vorlage mit ihrer Arbeit fortzusetzen. Es sind bis zum Beginn der neuen Saison Ordnungen zu beschließen, die erstens die Teilnehmer/-innenzahl in den unteren Ebenen, zweitens das Leistungsniveau insbesondere in A- und B-RL und drittens die Qualität der Turnierausrichtung anheben. Qualitäts- und Quantitätsverlust muss vermieden werden. A- und B-Turniere müssen attraktiver werden. Somit ist u.a. geplant in A und B wieder alle 5 Disziplinen an einem Termin und einem Ort auszutragen und die drei A-RL-Turniere zu einer Turnierserie mit dem „Masters“ und Preisgeld zusammenzufassen und aufzuwerten. Bei Erhöhung des Nenngeldes soll u.a. durch medienwirksame Aktivitäten und vor allem einer umfangreichen Schiedsrichterpräsenz die Ausrichtungsqualität gesichert werden. Im ÖBV-Budget wurden hierzu entsprechende Finanzierungen beschlossen.

Um über die Einführung der „Rating-Rangliste“ und den damit verbundenen Entwicklungskosten entscheiden zu können, erhielt Erik Gebeshuber die Möglichkeit dieses Ranglistensystem, welches auf einem „Head to Head-Prinzip“ basiert, zu erläutern. Ganz gleich ob Individual- oder Mannschaftswettkämpfe, es werden alle individuellen Spielergebnisse, die bei tournamentsoftware geführten Turnieren erzielt werden verwertet. Die hierbei entstehende Rangliste ist völlig unabhängig von der Anzahl, dem Modus, von regionaler bzw. saisonaler Zuordnung. Die LK entschied, dass der ÖBV einem solchen Wertungssystem offen gegenüber steht. Bevor es jedoch zur fixen Auftragserteilung kommt, gilt es in anderen europäischen Badminton-Nationen und auch bei der Firma „tournamentsoftware“ nach bereits vorhandenem Wissen ggf. diversen Modulen und Erfahrungen Erkundungen einzuholen. Diese sollten vom ÖBV-System genutzt werden. Geplant wäre eine Einführung ab 2015.

Treten ab jetzt Bundesliga-Mannschaften zum Spiel nicht an, wird dies neben der erhöhten Strafgebühr von 750,- € bis 1.000,- € zusätzlich mit einem Minuspunkt in der Tabelle geahndet.

Die Landesverbände beteiligen sich an der Finanzierung der Schiedsrichtereinsätze bei Europäischen Turnieren. Grundlage hierzu bildet zum einen das Reglement von Badminton Europe. Hier ist es erforderlich, dass es im Mindestverhältnis 12:1 (12 Athleten = 1 Schiedsrichter) zu einer verpflichtenden Entsendung von Schiedsrichtern kommt. Wird dies nicht eingehalten entstehen der BE-Mitgliedsnation nicht ganz unerhebliche Strafgebühren. Der ÖBV sichert dies. Da jedoch neben den ÖBV-nominierten Spielern/-innen auch die Landesverbände und Vereine Spieler/-innen zu Int. Turnieren entsenden, werden zusätzliche SR-Einsätze erforderlich. Der Beschluss zur Kostenaufteilung sieht vor, dass ein Teil der anfallenden Entsendungskosten für die Schiedsrichter durch die Landesverbände getragen werden. Der ÖBV trägt für 159 Beschickungen 80% der gesamten Schiedsrichterkosten, die betroffenen Landesverbänden übernehmen für 116 Teilnahmen den Rest. Im Zeitraum 1.1.2013 bis 31.12.2013 gab es insgesamt 275 BEC-Turnier-Beschickungen durch österreichische Spieler/-innen.

Die Länderkonferenz beschließt einstimmig die ÖBV-Trainerordnung.

Der Bürgermeister von Neudörfl, Herr Posch machte der Konferenz seine Aufwartung. Es sei ihm eine große Ehre die Landesverbandspräsidenten/-innen in seiner Gemeinde begrüßen zu können. Er nutze die Gelegenheit, der Landesverbandspräsidentin Frau Annamaria Habeler gutes Gelingen bei der Entwicklung des Burgenländischen Badminton Verbandes zu wünschen und bot dabei seine Hilfe an.

(Bericht: Rena Eckart)


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