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2015.05.19
National

Fokus auf den Nachwuchsleistungssport

Fokus auf den Nachwuchsleistungssport
Trainer und Kinder bei der Technikausbildung während des U13-Sichtungslehrgangs in Vorchdorf (Foto: ÖBV)

Langsam aber stetig steigt das Leistungsniveau im Erwachsenenbereich und Österreich gewinnt international an Aufmerksamkeit. Im Gegensatz dazu geht es im Nachwuchsbereich leider nicht vorwärts, mehr noch, es geht bergab. Hier ziehen mittlerweile viele Nationen an Österreich vorbei. Und dabei geht es nicht um Turnierergebnisse, es geht um den komplexen badmintonspezifischen Ausbildungsstand und um die leistungssportorientierte Persönlichkeitsentwicklung.

Bei den letzten Beschickungen, zur U19-EM im April in Lubin/POL, dem Nation Futur Cup in Judenburg und auch beim Int. Sparkassencup in Mülheim a.d.R./GER wurde erneut sichtbar, dass wir unsere Arbeit von U13 bis U19 dringend überdenken und zielorientierter, fokussierter angehen müssen. Um international „mitreden“ zu können, müssen unsere NachwuchsathletenInnen vor allem technisch-taktisch besser ausgebildet werden. Schlaghärte und Athletik reichen schon längst nicht mehr aus.

Mit dem 2013/14 begonnenen U11 Regionalprogramm, einem österreichweit praktizierten Trainingssystem nach vorgegebenen Programm, hat der ÖBV bereits in der Mehrzahl an Landesverbänden und deren Vereinen in verschiedenen Bereichen (Entwicklung von SpielerInnen/-TrainerInnen/ Strukturen) Impulse gesetzt. Und wir kommen voran. Mit 153 Kinder aus 35 Vereinen (ein Anstieg von knapp 50% seit 2013/14) haben in der letzten Saison vorerst genügend Kinder das monatlich stattfindende, zusätzliche Badmintontraining angenommen. Die meisten Kinder nehmen jedoch nur unregelmäßig oder an einzelnen Maßnahmen teil, so dass ein kontinuierliches Arbeiten am methodisch aufbereiteten Technik-Lernprogramm nur selten möglich ist. Der Entwicklungsfortschritt hält sich hier jedoch in Grenzen. Positiv ist, dass dieses Regionaltraining mehr oder wenig zu einem festen Bestandteil der Trainingsarbeit in den leistungssportorientiert ausgerichteten Landesverbänden und Vereinen geworden ist. Die Nachfrage steigt.

Bei dem atU13-Sichtungslehrgang vom 8.-10.5.2015 in Vorchdorf wurden ebenso erste positive Ergebnisse festgestellt. Von den insgesamt 26 Kindern aus allen Regionen Österreichs konnten sich 15 als ausreichend technisch ausgebildet für den atU13-Kader empfehlen. Sie werden vom 29.7. bis 2.8.2015 ihren ersten atU13-Kader - Sommertrainingslehrgang absolvieren und bis dahin fleißig am vorgegebenen Trainingsprogramm weiterarbeiten. In Vorchdorf waren neben den ÖBV-RegionaltrainerInnen auch 7 HeimtrainerInnen aktiv dabei, um das vorgegebene Training in Kleingruppen zu leiten, dabei selbst zu lernen aber auch als Sichtungstrainer im Einsatz zu sein. Beim Sommertrainingslehrgang wird sich zeigen, wer die erforderliche Grundausbildung absolviert hat und mit Freude und Geduld beim Weiterlernen dabei ist.
Eine ausreichend variabel verfügbare Schlag- und Lauftechnik sichert taktisches Vermögen und motiviert, unterstützende athletische Voraussetzungen aufzubauen. In diesem Sinn sind wir mit dem neuen atU13-Kader, wie auch den Ende Mai gesichteten atU15-KaderspielerInnen für die nächsten Jahre prozessorientiert unterwegs. Turnierergebnisse sind wichtig, aber erhalten erst im fortgeschrittenen Jugendalter und im Elitebereich entsprechende Bedeutung.

Alle SpielerInnen (in alphabetischer Reihenfolge), sowie ihre TrainerInnen, die eine Einladung für den atU13-Sommerlehrgang erhalten, sind im Dokument in der Info-Box (rechts oben) aufgelistet.


Rena Eckart
ÖBV-Sportkoordinatorin


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