News « zurück
2016.06.07
International

Betriebsweltmeisterschaften 2016

Betriebsweltmeisterschaften 2016
Team Austria bei den Betriebsweltmeisterschaften 2016. (Foto: Martin Eder)

Vom 1. bis 4. Juni 2016 fanden in Mallorca die ersten Weltspiele des Betriebssportes statt. Unter den zahlreichen Sportarten, die angeboten wurden, befand sich auch Badminton. Gespielt wurde im Sportzentrum „Galazzo“ in Calvia, ca. 40 Autominuten von der Hauptstadt Palma entfernt. Insgesamt beteiligten sich 55 Teams an der Veranstaltung.
Unterschieden wurde zwischen einer „open mix“ und einer „senior mix“(ab 40)-Klasse. In der open mix-Klasse waren 37 Mannschaften am Start. Eine Mannschaft bestand dabei zumindest aus einer Dame und 2 Herren, es wurde ein Damen- bzw. ein Herreneinzel, ein Mixed und ein Herrendoppel ausgetragen. Es gab also 4 Spielpunkte zu verteilen. Der Großteil der teilnehmenden Mannschaften kam entweder aus Deutschland oder Frankreich, ein paar wenige „exotische“ Mannschaften wie Malta Sport Employees (Malta) oder Zalgiris (Litauen), waren auch mit von der Partie. Zu diesen exotischen Mannschaften durfte sich auch Österreich zählen. Mit unserem Team von der Volksbank Salzburg waren wir die einzige österreichische Mannschaft. Dazu kam, dass wir nur mit der Mindestbesetzung von 3 Spielern antraten. Nichts desto trotz gingen wir zuversichtlich ins Turnier, auch wenn wir nicht wussten, was uns erwarten würde.
Leider schaffte es das Organisationskomitee nicht, uns den Spielplan zumindest am Vortag zur Verfügung zu stellen. Wir fuhren also auf gut Glück um 9 h in die Halle, um zu sehen, ob gespielt würde. Dort erfuhren wir dann, dass das Turnier erst am Nachmittag startet und wir um 14 h das erste Spiel bestreiten. Organisatorisch wäre also trotz allen Widrigkeiten noch mehr möglich gewesen.
Um 13.15 h kehrten wir also wieder in die Halle zurück, um uns auf unsere erste Partie vorzubereiten. Unser erster Gegner hieß ZF Friedrichshafen AG 4, eine wirklich nette Truppe, die genauso wie wir, nur zu dritt waren. Zwischenzeitlich waren unsere Fans, die Fußballer der Volksbank Salzburg, auch in der Halle angekommen. Mit einer Österreich-Fahne und einem Megafon „bewaffnet“ machten sie unglaublich Stimmung, fast jeder Ballwechsel wurde beklatscht. Wir starteten mit dem Mixed, daß ich an der Seite von Eva Lindner beginnen durfte. Unsere Gegner waren etwas unausgeglichener wie wir. Ein sehr routinierter starker männlicher Spieler agierte an der Seite einer etwas schwächeren Dame. Wir konnten den ersten Satz auch gewinnen, ab dem 2. Satz übernahm dann aber die gegnerische Paarung die Initiative. Logische Konsequenz: ein 3. Satz. Auch in diesem Satz lief alles lange für unsere deutschen Nachbarn und bald hieß es 16:20 und gleich 4 Matchbälle für die Gegner. Gerade in die dieser Phase spielten wir hochkonzentriert und auch mit dem notwendigen Quäntchen Glück. Es gelang uns, alle Matchbälle abzuwehren und den ersten unsererseits zu verwandeln. Unsere Fans waren natürlich aus dem Häuschen. Nun war unsere Dame Eva Lindner an der Reihe. Eva löste ihre Aufgabe bravourös und ließ ihrer Gegnerin nicht den Funken einer Chance: 2:0 für uns. Das 3. Spiel war dann das HE, dass Alex Parzefall in Angriff nahm. Alex verlor den ersten Satz nur knapp und schlug dafür im 2. Satz zurück. Ein Entscheidungssatz musste her. Erst gegen Ende des Spiels setzte sich sein Gegner entscheidend ab und fuhr den Punkt nach Hause. Nun musste das Herrendoppel entscheiden. In diesem Match waren allerdings unsere Gegner deutlich stärker und gewannen sicher in 2 Sätzen. Am Ende hieß es 2:2, leider mit der geringfügig schlechteren Punktebilanz für uns.
So gegen 17 h spielten wir dann unsere 2. Partie. Und wieder kämpften wir gegen unsere deutschen Nachbarn, SG Bayer Berlin 2, um den Sieg. Gestartet wurde wieder mit dem Mixed, dass diesmal Alex Parzefall an der Seite von Eva Lindner in Angriff nahm. Eine äußerst enge Partie ging dann glücklicherweise wiederum an uns. Nun war es an Eva, den wichtigen zweiten Punkt für uns zu holen. Auch dieses Match war sehr sehr eng. Eva behielt aber bei den entscheidenden Punkten die Nerven und feierte einen knappen 2-Satz-Sieg. Im Herreneinzel hatten die Berliner einen sehr starken Jugendlichen im Kader. Der spielte mit meiner Wenigkeit Katz und Maus und ließ mir nicht den Funken einer Chance. Die Klasse des ‚Youngsters‘ sollte auch im Herrendoppel den entscheidenden Unterschied ausmachen. Und so hieß es wiederum 2:2 in der zweiten und letzten Gruppenbegegnung. Mit zwei Unentschieden sahen wir uns in einer vertretbaren Position für die Qualifikation für’s 32er-Finale. Lediglich der Gruppenletzte scheidet aus. Um die Qualifikation zu schaffen, durfte das letzte Gruppenspiel unserer Gruppengegner nicht Unentschieden ausgehen. Leider trat genau das ein, das alles entscheidende Doppel ging sogar über 3 Sätze, aber zu unseren Ungunsten. Damit hieß es, vom Turnier Abschied zu nehmen, was aufgrund von zwei Unentschieden doppelt bitter ist. Unsere Gegner gewannen dann auch noch ihre nächsten Partien ganz locker, was wir sicher auch geschafft hätten, aber das half uns leider nicht mehr. Hier sei auch nochmals eine kleine Kritik an der Organisation angebracht. Bereits nach zwei Spielen die Heimreise antreten zu dürfen, ist einer WM nicht würdig. Ich würde mir mindestens 4 Spiele wünschen. Was auch verwunderlich war, dass nur die ersten 4 Plätze vergeben wurden, alle anderen sind ja dann entweder in der Gruppenphase oder im K.o.-System eliminiert worden. Es wusste also keiner, welchen Rang er letztendlich erreicht hat.Im rein französischen Endspielt behielt die Mannschaft AS Airbushelicopters 1 vor der Airbus Staff Association die Oberhand. Rang 3 ging ex aequo an Lufthansa Sportverein und Zalgiris aus Litauen.
Trotzdem nehmen wir viele positive Eindrücke aus Mallorca mit. Die Location war natürlich auch für einen Urlaub bestens geeignet. Schade nur, dass wir die einzige Mannschaft aus Österreich waren und nur zwei Gruppenspiele hatten. Auch organisatorisch besteht noch Luft nach oben, obwohl es bei so vielen verschiedenen Sportarten mit insgesamt ca. 4600 Athleten sicher nicht immer einfach ist. Mal sehen, ob wir bei den nächsten Spielen wieder mit dabei sind….

Ganz herzlich möchten wir uns auch bei unseren Sponsoren für die tollen Dressen bedanken: Volksbank Salzburg, Baucon, Fischbacher GmbH, Filtec GmbH sowie Hochmair & Partner ZT.

Bericht: Martin Eder/Badminton Verein Zell am See


« Zurück  Druckversion